Staatssekretär Storm besucht das Schülerlabor der GSI
Mit einer guten Botschaft für die kommenden Ausbildungsjahre startete der Besuch des
Weiterstädter Bundestagsabgeordneten Andreas Storm im Schülerlabor der GSI. In den kommenden zwei Ausbildungsjahren werde die GSI
ihre Anzahl der Ausbildungsplätze in Darmstadt-Wixhausen von zurzeit 30 auf 60 verdoppeln, kündigte der wissenschaftliche
Geschäftsführer der GSI, Prof. Dr. Horst Stöcker, an. Im ersten Schritt erhalten zusätzlich 20 Auszubildende die Möglichkeit
einer qualifizierten Berufsausbildung in zehn verschiedenen Berufsfeldern. Ein zweiter Schritt sei für 2009 geplant. Erfreut betonte
Andreas Storm, „wir brauchen nicht nur mehr junge Menschen, die sich für ein Studium der Naturwissenschaften entscheiden. Wichtig ist
auch, dass wir mehr Facharbeitskräfte in technik- und forschungsnahen Berufen ausbilden können. Hier leistet die GSI einen wichtigen
Beitrag, indem sie die Zahl ihrer Ausbildungsplätze in einem kurzen Zeitraum von 30 auf 60 verdoppelt.“
Während des Besuchs konnte sich Storm über die konzeptionelle Ausrichtung des Schülerlabors in Gesprächen mit Jutta Leroudier
und Dr. Axel Gruppe informieren. Schülerinnen und Schüler haben bei der GSI die Chance an neun aufeinander abgestimmten Versuchen zu
den Themen Radioaktivität und Strahlung einen ganzen Tag zu experimentieren. So konnte Storm Schülerinnen und Schülern des Grundkuses
der 13. Klasse der Liebigschule in Frankfurt während des Experimentierens über die Schulter schauen. Ziel des Schülerlabors sei das
Heranführen junger Menschen an die Naturwissenschaften mit Möglichkeiten, die in Schulen so nicht zur Verfügung stünden. „Dies ist
insbesondere für die naturwissenschaftliche Ausbildung und nachhaltige Nachwuchsförderung gerade in Hinblick auf das am 7. November
gestartete FAIR-Projekt von großer Bedeutung“, betonten Stöcker und Storm. Bereits jetzt sei die GSI eine Ausbildungsschmiede für
Wissenschaftler und Ingenieure. So seien nahezu 300 Doktoranden in Wixhausen am Forschen.

Foto: Andreas Storm (links) und Horst Stöcker (3.v.l.) im Gespräch
mit den Schülern Fabian Sinnig, Philipp Shiem und Sebastian Heinzel
(v.l.n.r.)
(Foto: G. Otto, GSI)
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Die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt ist ein vom Bund und dem Land Hessen finanziertes
Forschungszentrum der Grundlagenforschung. Sie ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft. Der Bau und Betrieb von Beschleunigeranlagen
sowie die Forschung mit schweren Ionen sind Aufgabe der rund 1050 Mitarbeiter. Jährlich kommen über 1.000 Wissenschaftler, denen die
GSI ihrer Aufgabe entsprechend, den Zugang zur ihren Forschungsanlagen ermöglicht. Die GSI verfügt über eine hervorragende und
weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionenstrahlen. Das Forschungsprogramm der GSI umfasst ein breites Spektrum, das von
Kern- und Atomphysik über die Plasma- und Materialforschung bis hin zur Tumortherapie reicht. Die wohl bekanntesten Resultate sind
die Entdeckung von neuen chemischen Elementen und die Entwicklung einer neuartigen Tumortherapie mit Ionenstrahlen. Mit diesen und
einer Vielzahl anderer wissenschaftlicher Resultate nimmt die GSI eine international führende Position in der Forschung mit
Ionenstrahlen ein. Bis 2015 soll bei GSI das neue internationale Beschleunigerzentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ionen Research)
für die Forschung mit Ionen- und Antiprotonenstrahlen entstehen. Dort erwarten Wissenschaftler Antworten auf grundlegende bisher
ungelöste Fragen zum Aufbau der Materie und der Entwicklung des Universums. Weitere Informationen unter: www.gsi.de/portrait
Gesellschaft für Schwerionenforschung
Planckstr. 1
64291 Darmstadt
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