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Die Zukunftspläne des GSI Helmholtzzentrums

Im Zentrum der neuen Anlage steht ein Doppelring-Beschleuniger (SIS 100/300),
an den sich ein komplexes System aus Speicher-Ringen und Experimentier-Einrichtungen
anschließen. Die bestehende GSI-Anlage (blau) dient als Vorbeschleuniger.
Trotz enormer Fortschritte in der Wissenschaft gibt es
viele ungelöste Fragen zum Aufbau der Materie und
zur Evolution des Universums. Um diese und weitere
grundlegende Fragen zu beantworten, planen die Forscher
eine neue internationale Beschleunigeranlage bei GSI.
Herausragende Eigenschaften der neuen Anlage:
Erhöhung der Strahlintensitäten um den Faktor 10 000
Dadurch lassen sich bisher unbekannte Atomkerne
erzeugen, die eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der
chemischen Elemente spielen.
Steigerung der Strahlenergien um den Faktor 20
Mit hochenergetischen Strahlen lassen sich im Labor
exotische Materieformen erzeugen, die im Inneren von Neutronensternen existieren.
Erzeugung von Antimateriestrahlen
Mit Strahlen von Antiprotonen wird die Kraft untersucht,
die zwischen den Bausteinen der Neutronen und Protonen
(Quarks) wirkt.
Exzellente Strahlqualität durch neuartige Strahlkühlverfahren
Mit sehr präzisen Strahlen sollen die Symmetrien der
Naturgesetze erforscht werden.
Höchste Strahlleistung
Mit Hochleistungsstrahlen lassen sich Druck- und Temperaturverhältnisse erreichen, wie sie zum Beispiel
im Inneren des Planeten Jupiter vorkommen.
Effizienter Parallelbetrieb
Durch parallelen Betrieb der verschiedenen Beschleuniger-Ringe können gleichzeitig vier verschiedene Forschungsprogramme
durchgeführt werden, ohne sich gegenseitig zu beeinträchtigen.
Daten und Zahlen
Zeitplan: Fertigstellung 2015
Investitionen: 1,2 Milliarden Euro, davon 25 Prozent von
ausländischen Partnern
Wissenschaftliche Nutzer: 2500 jährlich
Ausführliche Informationen
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